Vor zwei Jahren habe ich selbst eine Krebserkrankung besiegt.
Ich weiß deshalb, was es bedeutet, zu kämpfen. Und ich weiß auch, dass hinter jeder Diagnose weit mehr steht als eine medizinische Akte: Angst, Hoffnung, Kraft, Rückschläge – und Menschen, die diesen Weg mitgehen.
Mein tiefer Dank gilt deshalb heute all denen, die tagtäglich dafür sorgen, dass aus einer Diagnose wieder Hoffnung werden kann: den Ärztinnen und Ärzten, die mit höchster Kompetenz und großem Einsatz behandeln, den Pflegekräften, die Menschen in den schwersten Stunden begleiten, und den vielen Menschen in Wissenschaft und Forschung, die Therapien verbessern und Fortschritt überhaupt erst möglich machen.
Dank dieses medizinischen Fortschritts überleben heute deutlich mehr Menschen langfristig als noch vor wenigen Jahrzehnten. Das ist eine große gesellschaftliche Errungenschaft.
Aber für viele endet der Kampf nicht mit der Heilung.
Wer eine Krebserkrankung überstanden hat, ist im Alltag oft trotzdem weiter mit Benachteiligungen konfrontiert – etwa beim Abschluss einer Versicherung oder beim Zugang zu Krediten. Das ist nicht gerecht. Und das ist nicht mehr zeitgemäß.
Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, hier endlich zu handeln. Wer als genesen gilt, darf nicht dauerhaft auf eine überwundene Krankheit reduziert und strukturell benachteiligt werden. Unser Ziel ist klar: mehr Gerechtigkeit, mehr Gleichbehandlung und echte Teilhabe für Krebsüberlebende.
Das zu ändern, ist überfällig.